Der Tümpeltaucher

Offizielles Vereinsorgan des
Tauchverein Tümpeltaucher Bad Camberg e.V.

Mitglied im Verband Deutscher Sporttaucher (VDST)

19. Ausgabe

 

Bad Camberg, im Oktober 1999

 

 

Hallo liebe Tümpeltaucher,

es ist wieder Zeit für unsere Jahreshauptversammlung.

Neben den formalen Tagesordnungspunkten winkt im Anschluß ein schmackhaftes Abendessen (das leider nicht vom Verein bezahlt wird) und ein gemütliches Zusammensein.

Offizielle Einladung auf Seite 2.

 

Die Redaktion: Gisela Sonja Frank Bernhard

Die Druckerei Michele

 

Termine 99/00

Trainingszeit: Dienstags 19:45 Uhr Hallenbad (Winter)
Mittwochs 18:45 Uhr Freibad (Sommer)

Tauchsonntage in Schönbach: 17.10.99

Abtauchen:

Jahreshauptversammlung: 27. 11. 19:30 Uhr Bürgerhaus Oberselters

Weihnachtsessen: 21.12. Altstadtkeller

Winterwanderung #1: 16.01. 10:00 Uhr zum Eichelbacher Hof

Winterwanderung #2: 26.02. 10:00 Uhr Ziel noch unbekannt

Grillfest 2000: 05.08. Grillplatz TG Camberg

Vereinsfahrt 2000: 01.09. – 03.09. Ziel noch unbekannt

Aktuelle Termine am Schwarzen Brett im Hallenbad, im Freibad und in der Presse

 

Einladung zur Jahreshauptversammlung

 

Liebe Vereinsmitglieder,

die diesjährige Jahreshauptversammlung des Tauchvereins Tümpeltaucher Bad Camberg e.V. findet am 27.11.1999 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Oberselters statt.

Tagesordnung:

1. Bericht des Vorstandes

2. Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer

  1. Entlastung des Vorstandes

4. Beschlußfassung über vorliegende Anträge

5. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und außerordentlichen Beiträge

6. Terminfestlegung für 1999/2000

7. Diverses

Der Vorstand

 

Freibadfest der Stadtjugendpflege

Die Stadtjugendpflegerin, Frau Arndt, hatte sich große Mühe bei den Vorbereitungen und der Organisation gegeben. Doch als es dann am 14.08.1999 losgehen sollte, spielte das Wetter gar nicht mit. Eingepackt in Regenjacken und Pullis standen die Helfer vom Roten Kreuz, der DLRG und den Tümpeltauchern unter dem schützenden Dach der Schwimmhalle und schauten dem nicht enden wollenden Regen zu. Andreas, Gregor, Wilhelm, Michele, Gisela und Sonja dachten zunächst noch, der Regen könne aufhören und fingen mit dem Aufblasen des "Spielzeugs" an.

Bald lagen zwei große Wale im Gras, dazu noch Hüpfburg und Minischiffchen. Frau Arndt brachte noch Berge von Olympiaspielzeug bei. Und was machten die "großen Kinder" ? Nicht´s wie hin zu den Wasserpistolen und losgespielt ! Es entwickelten sich Wasserschlachten um Hüpfburg, Wal und Gummienten. Zwei bis drei Kinder wagten sich auch bei Regen ins Wasser und tobten eifrig mit. Bald war jeder entweder von Wasserpistolen oder Regen naß.

Gegen 12.30 Uhr wurde die Veranstaltung dann endgültig abgesagt, die bestellte Musik und "Phantasiothek" zurückbeordert. Eigentlich schade, denn was uns im Kleinen Spaß machte, hätte auch die Kinder begeistert. Gregor hatte dann noch "Wasser-Ski" aufgestöbert und lief damit im Neopren durch das Nichtschwimmerbecken. Gar nicht so einfach, alle Muskeln unter Kontrolle zu halten !

Nachdem manch Wasserspielzeug das Zeitliche gesegnet hatte, wurden ein paar Bahnen im Schwimmbecken gezogen und anschließend eine Aufwärmphase im Warmwasserbecken genommen.

Wir hoffen auf das nächste Jahr, in dem das Freibadfest dann bei hoffentlich 25 °C und Sonnenschein stattfinden wird.

 

 

Erfolgreiche Freibad-Saison 1999

Diesmal wurde die Freibadsaison nicht von Reimund eröffnet. Er brach mit der schon jahrelangen Tradition und zog es stattdessen vor, das Becken am Abschlußtag 1999 als letzter zu verlassen.

Das Training war meist gut besucht. Besonders bei schlechter (!) Witterung fanden sich auch eher "seltene Gäste" ein.

Zu Beginn fand die Prüfung der Rettungsschwimmer statt, die sich daher auch häufig im Sprungbecken aufhielten. Die "Silberlinge" wurden später von den Tauchern abgelöst, die bei

Karin ihren Bronzekurs absolvierten. Sowohl die Rettungsschwimmer als auch die "Neutaucher" haben mittlerweile ihre Prüfung bestanden.

Zum Aufwärmen ging es nach dem Training, das in diesem Jahr wechselweise von Andreas, Frank, Gisela, Gregor und Wilhelm abgehalten wurde, in das Warmwasserbecken. Dort konnte man dann endlich auch in Ruhe Neuigkeiten austauschen oder etwas später bei Pizza und Apfelwein in der "Kneipp" diskutieren.

 

 

Vereinsfahrt 1999 vom 03.-05.09.1999

oder "Tauchfahrt XXL"

Die diesjährige Vereinsfahrt führte uns 2 1/2 Stunden durch Wälder und Dörfer in den Nordwesten Hessens an den Edersee. Ein Großteil startete schon am Freitag Morgen und auch Georg und Kirsten konnten - Dank Handy-Einsatz - wieder auf die richtige Strecke zurückgelotst werden.

Kaum wurde das Wasser erblickt, war keine Ruhe mehr - es mußte sofort getaucht werden. Es hieß jetzt: Rein in die Klamotten ! Doch, wo war das Wasser geblieben ? Natürlich, der See war ein Stück abgelassen, also ging es über Schotter zum gar nicht so kühlen Naß. Die mitgereisten Momentan-Nichttaucherinnen machten es sich mit der Hündin Lia in der Sonne bequem und verfolgten das Treiben im Wasser vom Land aus. Die Sicht an der "Brücken-Stelle" war mittelmäßig und so manche Gruppe hatte mit der Orientierung (bzw. dem Umgang mit dem Kompaß) ihre Last.

Nach einer kleinen Stärkung und einem Platzwechsel fanden am Freitag Nachmittag beim zweiten Tauchgang dann doch fast alle die Reste der Klostermauern. Auch einige Hechte, Barsche und Aale wurden gesichtet. Durch heftiges Tauschen von Autos, Tauchpartner und Tauchanzügen herrschte bald ein großes Ausrüstungsdurcheinander. In einem Fahrzeug lagen die Füßlinge, dort die Lampe und der Bleigürtel des Tauchers befand sich in dem Auto, das gerade an einen anderen Tauchplatz gefahren war. Improvisieren war alles !

Gutgelaunt ging es dann zu unseren Unterkünften in der Nähe der Edersee-Staumauer. Silvia hatte uns in drei großen, nagelneuen Wohnungen untergebracht. Nach Einteilung der "Wohngemeinschaften" ging es gleich an die Vorbereitungen zum Grillen im Garten der Anlage in der Nähe des Swimming-Pools. Eiligst wurden Stühle, Tische und Geschirr gehamstert. Pünktlich zum Essen (die Steaks waren gerade fertig) kamen auch die restlichen Taucher und es wurde bis spät in die Nacht gebabbelt und gelacht.

Am nächsten Tag ging es dann bei schönstem Wetter nach einem kalten Bad im Schwimmbecken und einem guten Frühstück (die Eier mit Speck fehlten natürlich auch in diesem Jahr nicht) wieder zum See, während die Nichttaucher mit Hundeanhang zum Sommerrodeln fuhren. Um die Mittagszeit brannte die Sonne vom Himmel, Schattenplätze waren rar und selbst die Trockentaucher kamen "halbtrocken" wieder an die Wasseroberfläche.

Diejenigen, die noch nicht fix und foxi waren, liefen nach Rückkehr ins Appartement - nach Einnahme von Kaffee und Kuchen - zur Sperrmauer. Michele hatte einen Segelbootverleih entdeckt und lud spontan zu einem Turn ein. Doch leider fehlte der richtige Schwung (Wind) und so wurde nur etwas herumgedümpelt. Zur Stärkung gab es am Abend Käsefondue und zum Erstaunen mancher wurden auch alle satt ! Bei Kerzenschein hockte man wieder lange zusammen.

Auch am Sonntag gab es die Neptun-Spezial-Pfanne ( Speckeier à la Driller) zum Frühstück.

Danach wurden in guter Teamarbeit die Wohnungen geräumt , abgespült, Geschirr sortiert und Kühlschränke geleert. An der Tauchbasis wartete schon Wilhelm mit den vollen Flaschen, so daß wir nach letzten Instruktionen, wie man das nächste Ziel - den Messinghausener See - findet, gleich losfahren konnten. Silvia und Dennis tauchten nochmals im Edersee, da Dennis seine ersten Prüfungstauchgänge im Freigewässer ablegte. Der Rest fuhr teilweise auf Irrwegen (ein falscher Feldweg kurz vor dem Ziel erwies sich als Sackgasse) nach Messinghausen und nahm die letzten Parkplätze am See ein, der mit herrlich blauem Wasser in der Sonne glitzerte. Dann meldeten wir uns an und es gab eine leichte Mißstimmung wegen der hohen Preise (20,00 DM für Taucher und 10,00 DM für Nichttaucher (!). Bernhard gab letzte Hinweise über Vereisung und das Tauchgewässer, das mittlerweile mehr als vierzig Meter tief ist, da das Wasser im ehemaligen Steinbruch noch weiter gestiegen ist. Neben versenkten Containern und Bauröhren gab es auch wesentlich mehr Fische als früher im frischen Wasser zu sehen. Alle kamen begeistert aus dem Wasser, da die Sicht besser war als im Meer ! Einige mußten sich leider noch vor dem zweiten Tauchgang auf den Heimweg machen; es blieben nur noch fünf Taucher übrig, die erst einmal lange Zeit auf das Füllen ihrer Flaschen warten mußten. Bei dem zweiten Tauchgang vereiste Gisela`s Automat in 30 m Tiefe. Mit etwas Herzrasen klappte der Automatentausch mit Frank und der Aufstieg in geringere Tiefe. Nach dem Schließen von Gisela´s Flasche setzten beide ihren Tauchgang am Zweitautomaten in aller Ruhe fort und sahen sogar noch einen schönen Karpfen und viele Kleinfische. Anschließend fand noch eine Nachbesprechung statt und Gisela kündigte eine Aufrüstung ihrer Ausrüstung an. Wie gut, daß beim Briefing vorab nochmals über das Thema Vereisen gesprochen wurde. Und so nahm auch dieses Wochenende einen guten Ausgang und alle Teilnehmenden denken noch gerne daran zurück.