
Der Tümpeltaucher
Offizielles Vereinsorgan des
Tauchverein Tümpeltaucher Bad Camberg e.V.
Mitglied im Verband Deutscher Sporttaucher (VDST)
13. Ausgabe
Bad Camberg, 05. Januar 1997
Liebe Mitglieder,
wir hoffen, Ihr seid trotz Glatteis gut ins neue Jahr gerutscht.
Obwohl die Temperaturen noch taucherunfreundlich sind, sollten wir an die kommende Saison denken. Sobald die letzten Eisschollen verschwunden sind, stürzen wir uns wieder ins Vergnügen (entstaubt schon mal eurer Gerödel -- Brrrrr).
Wie Ihr wißt, hat sich im Verein einiges getan:
Nun könnt Ihr euch bei einer heißen Tasse Kaffee den Tümpeltaucher zu Gemüte führen. Viel Spaß wünscht die Redaktion.
S - F - B.
Pinnwand
Termine 97
Trainingszeit Dienstags 19:45 Uhr Hallenbad
Faschingsschwimmen 4.2.97 19:45 Uhr Hallenbad
Wanderung nach Mauloff 1.3.97 14:00 Uhr Grüner Platz
Beginn Bronze-Kurs 22.3.97 15:00 Uhr Jugendcafe
Grillfest 19.7.97 19:00 Uhr TG-Grillplatz/Jahnstr
Vereinsfahrt Bodensee 5.9.97 - 7.9.97
Tauchsonntage 20.4.97, 18.5.97, 15.6.97
in Schönbach 20.7.97, 17.8.97, 21.9.97
Aktuelle Terminänderungen am schwarzen Brett im Hallenbad !!!!!!!!
Vereins T-Shirts und Sweat-Shirts
Nachdem sich die Künstler in unseren Reihen ausgetobt haben,
steht das Design der T-Shirts und Sweat-Shirts nun fest (siehe
Bild - der Originaldruck ist natürlich farbig). Die Grundfarbe
ist "grau-meliert"; die Sweat-Shirts haben eine Kapuze
(für nach dem Tauchgang).
Größen: S, M, L, XL, XXL Preis: T-Shirt DM 35.-, Sweat-Shirt DM
45.-
Bestellung (bis 4. März bei Karin oder Gregor abzugeben):
Ja, ich bestelle _____/_____/_____ Stück T-Shirts in Größe _____/_____/_____
Ja, ich bestelle _____/_____/_____ Stück Sweat-Shirts in Größe _____/_____/_____
Name: _____________________ Unterschrift: _______________________
Bronze-Tauchkurs 1997 der Tümpeltaucher Bad Camberg
Termin: 22.März - 11. Juni
Ort: Hallenbad/Freibad/Jugend-Cafe/Karins Unterrichtskeller Bad Camberg
Tauchturm Frankfurt - Nied
Ein See in der Umgebung (voraussichtlich Silbersee Daaden-Lippe)
Kosten: DM 300.- für Vereinsmitglieder
DM 350.- für Nichtmitglieder
eigene Anreise zu den jeweiligen Veranstaltungsorten
Anmeldung: Schriftlich (siehe Formular) unter Beifügung der Kursgebühren als
Anmeldeschluß: Samstag 15. März
die Teilnehmerzahl ist auf 6 beschränkt
Mitzubringen: Theorie: Schreibzeug
Praxis im Becken: Flossen, Brille und Schnorchel (ev. Hilfe beim Einkauf wird
nach Absprache gerne gegeben); Tauchsportärztliche Untersuchung
Praxis im See: Kälteschutz
Gute Laune in allen Fällen
Kursleitung: Karin Schmidt
Anmeldung zum Bronze-Tauchkurs 1997 der Tümpeltaucher Bad Camberg
Name: _________________________________________________________
Adresse: _________________________________________________________
_________________________________________________________
Telefonnummer: _________________________________________________________
Geburtsdatum: _________________________________________________________
Hiermit melde ich mich verbindlich zum Tauchkurs an. Ich bin Vereinsmitglied: o ja o nein
_________________________________________
Datum/Unterschrift (bei Minderjährigen der Erziehungsberechtigte)
Terminplanung Praxis
(Änderungen vorbehalten)
Datum |
Ort |
Beschreibung |
| Sa 22.03 | Jugend-Cafe Bad Camberg 15.00h | Vorbesprechung; Termine Theorie |
| Di 15.04. | Hallenbad Bad Camberg | ABC |
| Di 22.04. | Hallenbad Bad Camberg | ABC |
| Di 29.04. | Hallenbad Bad Camberg | ABC/Gerät |
| Di 06.05. | Hallenbad Bad Camberg | ABC/Gerät |
| Mi 21.05. | Freibad Bad Camberg | Gerät |
| ????????? | Tauchturm | Gerät |
| Mi 28.05. | Freibad Bad Camberg | Prüfung ABC |
| Do 29.05. | See | Tauchgänge |
| So 01.06. | See | Tauchgänge |
| Mi 04.06. | Freibad Bad Camberg | Prüfung Gerät |
| So 08.06. | See | Tauchgänge |
| Mi 11.06. | Freibad Bad Camberg | Reservetermin für Praxisprüfung |
Übersicht über die Theorieeinheiten
(Änderungen vorbehalten)
Datum |
Theorie |
|
1 |
ABC, Psychologie, Physikalische Grundbegriffe, Archimedes | |
2 |
Ausrüstung, Physiologie, Anatomie des Ohres, Boyle-Mariotte, Druckberechnungen | |
3 |
Barotraumata, Dalton, Vergiftung durch Atemgase | |
4 |
Guy-Lussac, Henry, Dekompression | |
5 |
Tauchgangsberechnung, Joule-Thompson | |
6 |
Sehen und Hören, Ertringen, Unterkühlung und Überwärmung | |
7 |
Tauchen und Umwelt, Verletzungen durch Meerestiere | |
8 |
Schock, Unfallmanagement, HLW | |
9 |
HLW-Praxis | |
10 |
Wiederholung Theorie | |
11 |
Theorieprüfung |
Tamariu / Spanien im Herbst 1996
Vier Tümpeltaucher machten sich Mitte Otkober auf nach Tamariu, um dort mit Stolli´s Tauchcrew die Unterwasserwelt der Costa Brava zu erkunden.
Die rund 1300 Kilometer brachten Silvia, Reimund und wir recht zügig hinter uns, um uns noch am Anreisetag bei der seit 25 Jahren bestehenden Basis melden zu können. Obwohl wir bereits kurz nach 17.00 Uhr ankamen, hatte die Basis schon geschlossen. Wir suchten daher unser Appartment auf, vermißten gleich die erhoffte Bettwäsche und aßen in einem Restaurant am Meer des kleinen Ortes zu Abend. Natürlich durfte auch der spanische Rotwein nicht fehlen.
Am nächsten Morgen fiel dann das Küchenlicht aus, so daß wir das Frühstück mit Hilfe von Taucherlampen und Kerzenlicht zubereiten mußten und anbrennen ließen. Doch Norbert - die rechte Hand des Basisleiters - versprach uns wenigstens, sich um die Bettwäsche zu kümmern (auf Handtüchern schläft es sich nun mal nicht sonderlich gut), die wir dann auch auf Umwegen - schließlich war Sonntag - erhielten.
Die Anmeldung bei der Tauchbasis war kurios und bestand in erster Linie darin, schriftlich zu bestätigen, daß man schnorcheln kann ! Doch die ausgefüllten Unterlagen wurden ohnehin ungelesen abgeheftet. Das Tauchgerödel konnten wir zum Glück in der Basis unterbringen, die nahezu ausschließlich mit 10-Liter-Stahlflaschen ausgerüstet ist. Auch Basisregeln gab es : u.a. war der täglich stattfindende Bootstauchgang auf 45 Minuten limitiert (natürlich nur, damit die Taucher mit hohem Luftverbrauch nicht seekrank werden).
Doch für den Sonntags-Bootstauchgang waren wir zu spät, so daß wir direkt vom Steg vor der Tauchbasis einen Küstentauchgang unternahmen. Neben außergewöhnlich vielen Schwarmfischen und einem Autowrack war schöner Bewuchs (Anemonen, Schwämme) zu bewundern. Außerdem sahen alle - außer Frank - Ihren ersten Oktopus in diesem Urlaub. Nach rund einer Stunde - teilweise mit Kieferschmerzen - an der Basis zurück, wurde uns eröffnet, daß man an diesem Mittag geschlossen habe (man müsse schließlich auch einmal seine Wäsche waschen). Hierfür hatten wir natürlich Verständnis, so daß wir am Mittag einen Spaziergang an der atemberaubenden Felsküste machten. Hier gab es in der Nähe der Wochenend- und Ferienvillen viele interessante Pflanzen zu entdecken.
Am Abend fand dann eine Veranstaltung der Basis, ein Hähnchenessen, statt. Zum Glück war es nach Einnahme von Hähnchen / Kartoffeln/ Salat und Wein satt nicht mehr weit bis zu unserer Unterkunft.
Leider fing es an zu regnen und Nordwind machte das Tauchen an den nächsten beiden Tagen unmöglich. Wir verbrachten unsere Zeit mit Ausflügen, spielen und ... essen ! So nahm nicht die Anzahl unserer Tauchgänge, sondern der Körperumfang zu, denn dem hervorragenden Essen der mitgereisten Köche konnte keiner widerstehen.
Nach Abflauen des Sturmes konnten wir am Mittwoch unseren ersten Bootstauchgang unternehmen.
Ausgefahren wird mit einem 72 Jahre alten Oldtimer mit Motor und Gaffelbetakelung, den an diesem Tag 17 Taucher nutzen wollten. Frank hatte die Tauchcrew vor der Ausfahrt mit der Frage nach den örtlichen Gegebenheiten des Tauchplatzes verblüfft. Silvia und er wurden auf im Trockenraum hängende Skizzen eines Platzes hingewiesen, den man wahrscheinlich (es war fünf Minuten vor Abfahrt) anlaufen werde. Auch kündigte man eine Maximaltiefe von 15 Meter an, das später ange-
fahrene Gebiet war allerdings 40 Meter tief. Das Briefing bestand dann darin, daß man angewiesenw urde, am Tauchplatz sofort abzutauchen, da man sich sonst in Mallorca abholen lassen müsse.
Der Platz war sicherlich interessant (Schwärme ohne Ende, sehr schöner Bewuchs, Barakudas, UW-Landschaft), nur hatte man kaum Gelegenheit, dies zu genießen. Es herrschte eine wahnsinnige Strömung, aufgrund des begrenzten Flaschenvolumens war der Tauchgang nicht nur stressig, sondern auch schnell zu Ende. Silvia ist es im übrigen zu verdanken, daß zwei Taucher, die man im Wasser vergessen hatte, noch aufgelesen werden konnten (das Boot war schon unterwegs in Richtung Hafen, als Sie die Taucher in weiter Ferne winken sah, die das Ankerseil nicht erreicht hatten und abgetrieben worden waren). Natürlich war das nicht Stolli´s Fehler (wer zählt schon die Taucher ab ?!), sondern die beiden erschöpften Abgetriebenen erhielten eine Abfuhr.
Ob Zufall oder nicht, an der Nachmittags-Sonderausfahrt nahmen nur noch 6 Taucher teil - die Strömung soll noch stärker und die Sicht noch schlechter gewesen sein. Wir unternahmen zu dritt einen Küstentauchgang, um uns zu erholen.
Am nächsten Tag machten wir allerdings - bei besserem Wetter - zwei Bootstauchgänge. Briefing war nach wie vor ein Fremdwort, doch man zählte jetzt wenigstens ab. Beim ersten Tauchgang gab es ein von Anemonen übersähtes Riff zu sehen, beim zweiten Tauchgang konnte Silvia Ihre kürzlich erworbenen Orientierungskenntnisse einsetzen. Für uns hieß es bereits am nächsten Tag Abschied nehmen, während Brendels noch einen Küstentauchgang durchführten, der ihr bester Tauchgang in diesem Urlaub werden sollte (Neid!) - Drachenköpfe und Oktopusse ohne Ende !
Sonja und Frank
Tauchsonntage der Tümpeltaucher
Wir fahren von April bis September jeden 3. Sonntag zum Tauchen nach Schönbach !!!!!
Termine: 20. April, 18. Mai, 15. Juni, 20. Juli, 17. August und 21. September
Treffpunkt: 9.00 Uhr am Grünen Platz in Bad Camberg
(alternativ: ca. 10.00 Uhr am Tor in Schönbach)
Mitzubringen: Tauchpaß mit "Bezahlt"-Stempel und gültigem ärztlichen Attest
Nachweis des Brevets
Lampe
Ausrüstung mit Luft für eventuell 2 Tauchgänge
Bei Schönwetter: grillgeeignetes Essen und Trinken
Bei Schlechtwetter: Appetit auf Eis
Gute Laune
Bei schönem Wetter wird nach dem ersten Tauchgang am Vormittag der Grill angeheizt.
Bei schlechtem Wetter wird die Eisdiele in Rennerod "überfallen". - Das kann bei Schönwetter auch auf dem Heimweg noch passieren. Wir sind flexibel und offen!!!
Wer Lust und Laune hat (oder verrückt ist), kann am Nachmittag sich ein zweites Mal in die Fluten stürzen.
Bericht Silberkurs 1996 - oder "Warum soll denn Tauchen immer nur Spaß machen"
ein höchst subjektiver Bericht vom "Laschen Flossenblatt"
Im Frühjahr 1996 reifte bei der "Gerissenen Buddy-Leine" und mir der Entschluß, einen VDST-Silber-Kurs zu absolvieren, um in Schönbach auch ohne andere Silber- und Goldtaucher tauchen zu können. Ulis negative Erfahrung mit seinem PADI-Brevet in Südfrankreich gab uns dann noch die letzte Motivation.
Zu diesem Zeitpunkt wußten wir aber noch nicht so genau, was uns erwarten sollte.
Im Juni absolvierten wir einen Herz-Lungen-Wiederbelebungskurs, zu dem sich auch noch Jens und Peter vom Bronze-Kurs einfanden. Nach Karins theoretischer Vorbereitung fanden eine Woche später die praktischen Übungen an der Puppe statt.
Im August war dann das Spezialbrevet "Orientierung beim Tauchen" angesagt, zu dem sich die vier Silberkandidaten Andreas, Wilhelm, Silvia und Reimund einfanden.
Für die Leitung des Seminars hatte Karin Jörg Eyber, TL 2 aus Wiesbaden engagieren können.
Mit Jörg (Oberleitung), Karin (Assistentin) und Gregor (Hilfsassistent) übten wir zwei Tage in Schönbach und fanden auch immer wieder aus dem Wasser.
Zum Orientieren ist das Gewässer in Schönbach ideal, wenn man einige Grundregeln beachtet. Wird es immer dunkler und kälter, dann taucht man ab. Steckt man mit der Lampe im Schlamm, dann befindet man sich auf 18,35 Meter, auch 18 Meter-Plateau genannt. Will man wieder zurück, einfach nach Norden tauchen bis man gegen die Wand stößt und dann nur noch Wand linke Schulter zurück bis zum Ausgang.
Da wir die Grundregeln beherrschten und auch die geforderten Übungen zur Kompaß- und zur natürlichen Navigation mit Erfolg absolvierten, konnten wir unser erstes Spezialbrevet in der Eisdiele Rennerod in Empfang nehmen.
Parallel hierzu liefen ja auch schon die Theorieabende mit Karin. Insgesamt waren 7 Abende zu bewältigen, an denen wir uns u. a. mit den Gesetzen von Archimedes, Boyle-Mariotte, Dalton, Guy-Lussac und Henry herumärgern durften. Barotraumata, Anatomie des Ohres, Vergiftungen durch Atemgase und Tauchgangsberechnungen waren weitere Themen, die uns den Schweiß auf die Stirn trieben. Nur Wilhelm war hier stets der Überflieger und blieb cool.
Vor der abschließenden schriftlichen Prüfung waren alle etwas nervös, auch Karin. Für sie war es ja auch der erste Silberkurs als TL.
Wir waren aber alle gut vorbereitet und hatten auch entsprechend gelernt, so daß unser Prüfer Jörg kaum etwas zu beanstanden hatte.
Die Schwimmbadübungen wie Zeittauchen, Streckentauchen und Zeitschnorcheln in verschiedenen Lagen waren für uns aufgrund unseres erstklassigen Trainingszustandes kein Problem.
Im September ging es dann erstmals nach Schönbach. Insgesamt waren sechs Tauchgänge mit verschiedenen Übungen zu absolvieren.
Los ging es aber mit einer Rettungsübung mit ABC-Ausrüstung. Ein "bewußtloser Gerätetaucher" (Karin war das Opfer) sollte von mir aus 5 Meter Tiefe geborgen werden. Das ging aber gründlich schief und bei der Rettungsaktion verlor Karin zu allem Überfluß noch den Kontakt zu ihrem Lungenautomaten, nachdem sie auch noch gerade ausgeatmet hatte, wie sie mir später berichtete. Aber irgendwie brachte ich sie dann doch noch nach oben. Außer Atem waren wir beide. Diese Übung klappte ein paar Wochen später viel besser.
Nach dieser Rettungsübung mußten wir dann auf 7.50 Meter abtauchen und Jörg das O. K.
Zeichen geben. Das schafften wir alle. Es ist aber gar nicht so einfach in das Dunkel hinabzutauchen.
Hiernach hatten wir noch zwei Tauchgänge mit verschiedenen Übungen und ein 15 minütiges Schnorcheln in vollständiger Ausrüstung zu bewältigen.
Doch nicht alle Tauchgänge und Übungen verliefen ohne Probleme.
Wilhelm entfernte sich des öfteren von der Gruppe, getreu nach dem Motto - Gruppe ist da - Gruppenführer fehlt.
Auch mein "Aufstieg unter Wechselatmung aus der maximalen Tiefe (vom TL bestimmt) mit einem Stop von 3 Minuten auf 3 Meter" mit Wilhelm fand nicht die Zustimmung von Jörg.
Da Wilhelm mir den Lungenautomat nicht mehr zurückgeben wollte und weiter genüßlich einatmete, während ich nach Luft röchelte, griff ich geistesgegenwärtig nach einem anderen herumhängenden Lungenautomaten. Der war zwar auch nicht mir, sondern Wilhelms Oktopus, aber ich hatte wieder Luft. Es war klar, daß wir diese Übung nochmals machen mußten.
Andreas sah in der Übung "Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung bis 6 Meter Tiefe, mit einem deutlichen Stop auf 9 Meter Tiefe" wenig Sinn und startete gleich zur Wasseroberfläche durch.
Silvias Tauchgang "bei mehrfach wechselnden Tiefen immer 1 - 2 Meter Abstand zum Boden einhalten, ohne dabei Sediment aufzuwirbeln" artete in eine Berg- und Talfahrt aus, wie dann auch Jörgs Computerausdruck eindrucksvoll bewies.
Trotz allem überstanden wir diesen anstrengenden Tag mehr oder weniger gut.
Ich fuhr dann am nächsten Tag für eine Woche zum Segeln, die anderen durften wieder in Schönbach ran.
Wilhelm war dann der erste, der alle Übungen erfolgreich absolvierte. Silvia beendete ihren Silberkurs eine Woche später und ich hatte dann am 05.10.1996 die Königsdisziplin des Silberkurses vor mir.
Bergen eines "bewußtlosen" Tauchers aus 12 Meter Tiefe, an Land transportieren und nach allen Regeln der Kunst wiederbeleben.
Jörg zog alle Register aus der Psychologiekiste, um mich aufzubauen: "Heute gehen wir einfach mal tauchen, dann wird mirs schlecht und dann bringst Du mich nach oben und rettest mich".
Die Rettungsaktion verlief in meinen Augen langsam und besonnen, immer den Computer im Blick, um ja nicht so schnell aufzusteigen. Gelernt ist gelernt.
Nur Jörg war es zu langsam, da er im Naßanzug angetreten war. Er fror erbärmlich. Aber Kaffee und Kuchen halfen ihm wieder auf die Beine.
Andreas war vom Pech verfolgt. Zunächst hatte er Probleme mit den Ohren, dann verhinderte eine Meniskusoperation den erfolgreichen Abschluß des Silberkurses in diesem Jahr.
Für das Frühjahr wünschen wir ihm viel Glück und werden uns sicherlich als Opfer für Bergeübungen, Wechselatmung und sonstige nette Übungen zur Verfügung stellen.
Am Anfang euphorisch, zwischendurch genervt, gestreßt und oft geflucht, am Ende doch froh und auch ein bißchen stolz auf die bestandene Prüfung - so läßt sich der Kurs in meinen Augen zusammenfassen.
Zum Schluß möchte ich mich bei unseren beiden kompetenten Ausbildern und Prüfern Karin und Jörg für die vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten (über und unter Wasser) recht herzlich bedanken.
Den Silberkurs muß ich unbedingt weiter empfehlen - allerdings muß klar sein, daß Tauchen in Schönbach (auch noch mit all diesen Übungen) nicht immer Spaß macht. (siehe Überschrift)
Der Goldkurs ruft - aber ich glaube, in diesem Jahr gehe ich mal wieder öfters klettern.
Die Geschichte vom Silberkurs habe ich am 20.12.1996, um 17,25 Uhr beendet. Es war auch höchste Zeit, denn in genau 6 Stunden geht mein Flieger zum Kilimanjaro.
Ein erfolgreiches Taucherjahr 1997 wünscht Euch
Euer "Lasches Flossenblatt"