Ökumenische Basisgruppe Bad Camberg


40 Jahre action365

Bad Camberg, den 21. Februar 1999

40 Jahre action 365, die mit Gästen aus Polen, Tschechien, Österreich und Guatemala in Frankfurt gefeiert worden waren, bedeuten auch 35 Jahre action 365 Limburg und 30 Jahre action 365 Bad Camberg und Selters. Bei ihrem jüngsten gemeinsamen Treffen im Haus Pohl gedachten die heimischen Basisgruppen dieser "Jubiläen". Vor zahlreichen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern, Freundinnen und Freunden der action 365 versuchte Teamsprecher Werner Ott Antworten auf die Frage: "Was wäre ohne die action 365 nicht oder nicht so oder nicht so früh gewesen?" Er erwähnte unter anderem die ersten ökumenischen Gottesdienste in der Kurstadt, die Einführung von "Essen auf Rädern" in Bad Camberg und Selters, das Erneuern der Markttradition durch das Veranstalten großer Flohmärkten und durch die frühe Beteili-gung am Christkindlmarkt, den Einsatz für Hilfe und Beistand im Straßenverkehr, die frühe Integration ausländischer Mitbürger durch Hausaufgabenhilfe, Deutschunterricht, Einladung zum Kindergartenbesuch in Zusammenarbeit mit Schule, Volkshochschule und Kindergärten, durch persönliche Besuche aller ausländischen Haushalte in Camberg und Selters, durch das Vermitteln von Wohnungen, Möbeln und Kleidung, durch Hilfe bei Arztbesuchen und behördlichen Erledigungen, durch internationale Feste, Gottesdienste und Gebetstreffen und durch viele persönliche Kontakte und Freundschaften. Als weitere "wegweisende Aktion" nannte Ott die Partnerschaften mit Menschen in der sogenannten Dritten Welt, vor allem die Freundschaft mit den "Indigenas", den Ur-einwohnern Guatemalas, deren Indio-Kaffee schon vor fast dreißig Jahren vermittelt wurde, als noch niemand hier vom "Eine-Welt-Handel" sprach. Nicht zuletzt seien die Ökumenischen Montags-Treffs, die 1985 auf Wunsch von Kurgästen eingeführt worden waren, ein ausgezeichnetes Beispiel für Ökumene, Geschwisterdienste und Öffentlich-keitsarbeit der action 365. obwohl mittlerweile montags viele andere Veranstaltungen stattfänden, würde diese Treffen zur Glaubens- und Lebenshilfe gut besucht. Karl Schmitz vom Team Limburg erinnerte an den ersten ökumenischen Gottesdienst im alten Evangelischen Gemeindehaus in Limburg, an die dortige Partnerschaft mit aus-ländischen Mitbürgern und an die erste gemeinsame ökumenische Reise 1975 nach Ars, Cluny und Taizé, der mittlerweile viele interessante Fahrten zu anderen religiös und ge-schichtlich interessanten Zielen folgten, unter anderen die große Versöhnungsreise nach Schlesien. Die Pfarrer Goebel, Neumann und Wehrmann, der auch Grüße von Propst Weber übermittelte, lobten besonders das Engagement der action 365 in der Ökumene, in der Kurseelsorge und die Freundschaft mit Menschen in armen Ländern.

Werner Ott, action 365, Team Bad Camberg


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